Pater Beda zu Besuch in den vierten Klassen

Viertklässler lernen die zwei Gesichter Basiliens kennen
Mit einem Vaterunser auf portugiesisch begann ein „Religionsunterricht“ der besonderen Art: Pater Beda und Udo Lohhoff vom Aktionskreis Pater Beda für Entwicklungsarbeit e.V. und fünf weitere Gäste aus Bahia im Nordosten Brasiliens brachten mit einem lebendigen Diavortrag, mit Erfahrungsberichten und Musik die Viertklässler der Georgschule zum Nachdenken.
Mit Hilfe eines Gemäldes, auf dem zwei Gesichter zu sehen waren, versuchte Pater Beda den Schülern den Unterschied zwischen den beiden brasilianischen Welten - sehr arm und sehr reich - deutlich zu machen. Viele Fotos zeigten eindrucksvoll, wie dicht Reichtum und Elend in brasilianischen Städten beieinander liegen und vor allem, wie gerade Kinder und Jugendliche unter der großen Armut leiden müssen.
In einer anschließenden Fragerunde zeigten die Schüler sich interessiert, aber auch sehr betroffen: Warum verbietet man Kinderarbeit nicht? Warum tut die Regierung nichts gegen das Elend?
Beispielhaft für die Arbeit des Aktionskreises berichteten Pater Beda und seine Begleiter über das Kinderdorf „Cicade da Crianca“ in Bahia. Hier erhalten derzeit über 180 Kinder und Jugendliche eine Schul- und Berufsausbildung, zum Beispiel zur Bäckerin oder  Köchin, zum Maurer oder Schlosser. So werden sie auf das Leben vorbereitet und finden dann auf jeden Fall eine Arbeitsstelle. Nur so können sie aus dem Teufelskreis der Armut herauskommen. Aber auch musisch-künstlerische Fähigkeiten werden gefördert. Regelmäßige Gottesdienste, Theater-, Musik- und Tanzaufführungen bereiten allen große Freude.
Die zwei Stunden vergingen wie im Flug und gern hätten die Georgschülerinnen und -schüler noch mehr Fragen gestellt. Zum Andenken erhielten sie von den brasinlianischen Gästen eine Karte und ein Freundschaftsarmband.